
Vaseline wird aus Petroleumgelee (Petrolatum) hergestellt, das eine verfeinerte Version eines Rückstandes bzw. Nebenprodukt bei der Ölgewinnung ist.
Im Jahr 1859 war ein Mann namens Robert Chesebrough auf der Suche nach einem neuen Treibstofftyp. Dabei entdeckte er, dass Ölfelder in Pennsylvania versuchten, überschüssige Rückstände aus ihren Ölförderpumpen loszuwerden. Sie nannten es rod wax, zu deutsch Stangenwachs.
Da es zu der Zeit keine besseren Produkte gab, trugen Ölarbeiter das Stangenwachs auf ihre Haut auf, um sie vor Kontakt mit Rohöl und Kratzern zu schützen.
Robert Chesebrough kam auf die Geschäftsidee, dass er dieses Stangenwachs als Creme verkaufen könnte. Er konnte das Petroleumgelee, weil es ein Abfallprodukt war, kostenlos bekommen, bzw. von den Betreibern der Ölförderanlagen sogar Gebühren verlangen.
Wir schrieben das Jahr 1859 und Robert ist im Begriff, reich zu werden. Er gründete die Chesebrough Manufacturing Company, um das Vaseline aus dem Abfall herzustellen und an ahnungslose Menschen zu verkaufen. Er nannte es Vaseline – aus dem deutschen Wort Wasser und dem griechischen Wort für Öl (olion).
Die Leute müssen damals wilde Pilze geraucht haben, denn sie fielen auf den Trick herein. Das Unternehmen wurde sehr erfolgreich. Bald expandierte es nach Großbritannien und wurde sogar an der NYSE notiert. Sie arbeiteten eng mit Standard Oil zusammen.
Aber dieser Erfolg blieb nicht unbemerkt. Ein Unternehmen, das zu dem Zeitpunkt Naturseifen, vom Markt verdrängte, hatte ebenfalls ein Auge auf dieses lukrative Geschäft geworfen. Und so kam es, dass Roberts Unternehmen 1987 letztendlich von Unilever aufgekauft wurde.
Und so nahm der Eroberungszug von Vaseline seinen Lauf und hat sich bis heute fest etabliert als Konsumprodukt.

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